Tipps & Tricks

Urtikariapatient:innen haben inzwischen viele Möglichkeiten ihre Erkrankung zu kontrollieren und zu behandeln. Im Folgenden finden Sie zusammengefasst hilfreiche Tipps & Tricks.

Hierfür eignet sich die von renommierten Dermatolog:innen kürzlich entwickelte CRUSE© Control App. Sie ist in allen App- und Playstores kostenlos erhältlich und verschafft dir einen Überblick über deine Krankheitskontrolle.

Hier empfehlen wir dir auf den Seiten der Urtikaria-Helden e. V. und des Urtikariaverbandes vorbeizuschauen.

In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als zehn Urtikariaspezialzentren, sogenannte UCAREs. Sie sind Teil eines internationalen Netzwerks. Die aktuelle Übersicht der deutschen UCAREs findest du auf der Webseite des Netzwerks. An diesen Zentren werden Urtikaria-Patient:innen nach den aktuellen Leitlinien behandelt und es stehen dort die modernsten Urtikariatests und -instrumente zur Verfügung. Alle UCAREs führen außerdem Studien zu Urtikaria durch und tragen zur Erforschung des Krankheitsbildes bei.

Leidest du an einer der beiden Urtikariaformen? Bei Kälteurtikaria kann es durch großflächigen Kontakt mit Kälte z. B. beim Schwimmen im kalten Wasser zu gefährlichen Beschwerden wie Blutdruckabfall kommen, hierfür solltest du stets ein Notfallset, bestehend aus einem Adrenalin-Injektor, einem Kortisonpräparat und einem Antihistaminikum, dabei haben, um sofort reagieren zu können. Bei Patient:innen mit chronischer spontaner Urtkiaria können Angioödeme (Schwellungen) der Lippen oder Zunge auftreten. Hier gibt es zwar keinen Grund zur Sorge, dennoch sind sie unangenehm und können beängstigend sein. Es kann daher sinnvoll sein ein Notfallset, bestehend aus einem Kortisonpräparat, einem Antihistaminikum und ggf. auch ein Adrenalin-Injektor, mit sich zu führen.

Du solltest in ärztlicher Absprache ein modernes Antihistaminikum der zweiten Generation einnehmen, da es dich im Gegensatz zu Antihistaminika der ersten Generation nicht schläfrig macht.

Vermeide am Tag der Spritzengabe anstrengende Sportaktivitäten.

Beachte, dass bei manchen Kindern, die bei einem Infekt eine Urtikaria bekommen, gar nicht der Infekt selbst zur Urtikaria führt, sondern die Medikamente, die dagegen gegeben werden. Inwieweit auch Fiebersäfte hier eine Rolle als Trigger spielen, ist bislang nicht bekannt, sollte aber nicht ausgeschlossen werden.

Wie sich eine Urtikaria während einer Schwangerschaft verhält, ist nicht vorherzusagen: Es kann sowohl zu einer Verschlechterung als auch – wahrscheinlich häufiger – zu einer Besserung oder zum Stillstand der Urtikaria kommen. In jedem Fall hat die Urtikaria keine Folgen für das Kind und wird auch nicht auf das Kind übertragen. Informiere deine:n betreuende:n Ärzt:in über deine Urtikaria und kläre frühzeitig ab, welche Medikamente du in der Zeit der Schwangerschaft einnehmen kannst. Insbesondere in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft sollte nach Möglichkeit auf die Einnahme von Arzneimitteln generell verzichtet werden. Sollte es aber notwendig sein, musst du nicht ohne Medikation auskommen.

Die wirksamste Art, den Juckreiz loszuwerden, ist, das Auftreten von Quaddeln zu verhindern. Wenn keine Auslöser vorliegen, die gemieden werden können, oder wenn das Meiden von Auslösern nicht zu Beschwerdefreiheit führt, sollte eine prophylaktische Therapie mit Antihistaminika und ggf. zusätzliches Omalizumab erfolgen.

Stress und bestimmte Schmerzmittel, die sogenannten nichtsteroidalen Antiphlogistika, solltest du vermeiden. Hierzu gehören das Kopfschmerzmittel Acetylsalicylsäure (ASS, z. B. in Aspirin®) sowie Ibuprofen und Diclofenac. Derartige Schmerzmittel sollten durch unbedenklichere, schmerzlindernde, entzündungshemmende und fiebersenkende Mittel wie Paracetamol ersetzt werden.